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Rosa Bratteler

(* 1886 Basel, † 1960 Riehen)

Katzenbrunnen

1954, Bronze und Stein

Im Garten des Kindergartens Niederholz steht eine imposante Bronzeskulptur von Rosa Bratteler, einer Bildhauerin, deren Werken Sie auf diesem Spaziergang noch einige Male begegnen werden. Bratteler ist für ihren figürlich-dekorativen Stil bekannt. Immer wieder bestimmen verspielte und humorvolle Themen ihre zahlreichen Skulpturen in Basel und Riehen.

 

Das Kunstobjekt zeigt eine Katzenmutter mit ihren zwei Katzenbabies, die sich im Kreis an sie kuscheln. Eines der Kätzchen blickt zum Eingang des Kindergartens, das andere zum Garten. Die warmherzige Darstellung einer Mutter mit ihren Kindern wird durch einen Sockel betont. Die Katzenmutter erhebt sich über den Hof des Kindergartens und dominiert diesen mit wachsamem Blick. Die Kätzchen sind ins Spiel vertieft und strahlen eine Unbekümmertheit aus, die für diesen Pausenhof symbolträchtig zu sein scheint. Den Sockel bildet ein naturbelassener Stein, aus dem ein Wasserstrahl austritt. Die friedvolle Szene wird durch einige Mäuschen unterstrichen, die sich auf dem Sockel tummeln und ein Reliefband um den Brunnenstein und die Katzen herum bilden.

 

Rosa Bratteler musste zuerst eine Lehre im Gastgewerbe und die Ausbildung zur Zeichenlehrerin absolvieren, bevor sie sich ihrem eigentlichen Wunsch nach künstlerischer Tätigkeit widmen konnte. Von 1914 bis 1918 besuchte sie die Bildhauer- und Architekturkurse der Gewerbeschule. Es folgten mehrere Studienreisen nach Italien, Paris, Österreich, Ungarn, Rumänien und Deutschland. Ihre Begeisterung für Architektur erklärt die effektvoll gesetzten, oft ornamentalen Formen in ihren Reliefs und Skulpturen – so auch beim Katzenbrunnen von 1954.


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